Ausgangssituation Gartenbaubetrieb: Wachstum mit Weitsicht gestalten
Der Gartenbauer gründete seinen Betrieb vor zwei Jahren als Einzelunternehmer. Dank seiner Fachkompetenz und eines soliden Netzwerks entwickelte sich das Unternehmen schnell positiv: Die Nachfrage nach seinen Dienstleistungen – von der Gartengestaltung bis zur Pflege größerer Außenanlagen – stieg stetig. Bei größeren Projekten griff er gelegentlich auf freie Mitarbeiter zurück, um die Arbeitslast zu bewältigen. Doch mit dem Wachstum kam die Frage auf: Sollte er einen festen Mitarbeiter einstellen, um die Kapazitäten zu erweitern und Projekte effizienter abzuwickeln?
Die Unsicherheit war groß: Einerseits boten sich durch die Einstellung neue Möglichkeiten, größere Aufträge anzunehmen und Projekte schneller abzuwickeln. Andererseits waren die finanziellen Risiken nicht zu unterschätzen. Der Kunde wollte keine voreilige Entscheidung treffen – schließlich geht es um die Zukunft seines Unternehmens.
Die Beratung: Fakten statt Bauchgefühl
In einem ersten Schritt erarbeiteten wir gemeinsam eine detaillierte Liquiditätsplanung für die nächsten drei Jahre. Grundlage hierfür waren:
- der ursprüngliche Gründungsbusinessplan
- die aktuellen Zahlen aus den BWA (Betriebswirtschaftlichen Auswertungen) seines Steuerberaters
- sowie ein realistischer Umsatz-Forecast, den wir in mehreren Szenarien durchspielten.
Zwei zentrale Szenarien wurden gegenübergestellt:
- Weiterführung ohne festen Mitarbeiter – Beibehaltung der aktuellen Struktur mit gelegentlicher Freelancer-Unterstützung
- Einstellung eines festen Mitarbeiters – inklusive aller anfallenden Kosten (Gehalt, Sozialabgaben, Arbeitsmittel, Einarbeitung etc.).
Die Berechnungen zeigten: Die Kosten für einen Mitarbeiter wären bereits jetzt tragbar – vorausgesetzt, die bereits in Aussicht stehenden Projekte würden zeitnah realisiert. Allerdings müsste der Gartenbauer mehr Zeit in die Akquise investieren, um die Auslastung sicherzustellen. Ohne zusätzliche Aufträge bestünde das Risiko, dass der Mitarbeiter nicht ausgelastet wäre und die Liquidität belastet.
Die Entscheidung: Reserven bilden, dann expandieren
Auf Basis der Planung entschied sich der Kunde, das laufende Jahr noch ohne festen Mitarbeiter zu bestreiten. Dies ermöglichte ihm:
- Aufbau einer finanziellen Reserve, um die Einstellung im nächsten Jahr abzusichern
- gezielte Akquise, um die Projektpipeline zu füllen und die Auslastung für den zukünftigen Mitarbeiter zu garantieren
- mehr Zeit für die Vorbereitung, z. B. klare Prozesse für die Zusammenarbeit oder die Suche nach dem passenden Kandidaten.
Das Ergebnis: Eine fundierte Entscheidung mit langfristiger Perspektive
Die Beratung gab Klarheit und Sicherheit – keine Bauchentscheidung, sondern eine datenbasierte Strategie. Durch die Liquiditätsplanung konnte er abwägen, wann der richtige Zeitpunkt für die Einstellung ist und welche Maßnahmen dafür notwendig sind.
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