Viele Gründer*innen denken, dass man für einen Bankkredit auf jeden Fall Eigenkapital braucht. Das ist nicht der Fall.
Förderkredite
Speziell Förderkredite wie z.B. Startfinanzierung 80 (L-Bank) oder Startgeld (KfW) funktionieren auch ohne Eigenkapital. Hier erfolgt kein klassisches Rating nach Bonität oder Sicherheiten, der Fokus liegt auf dem im Businessplan dargestellten Geschäftskonzept.
Tragfähiges Geschäftsmodell
Die Bank muss überzeugt sein, dass es ein tragfähiges Businessmodell ist, es einen Markt für das Produkt oder die Dienstleistung gibt, es müssen nachvollziehbare Zahlen vorliegen (Rentabilitätsvorschau, Liquiditätsplanung) und der oder die Gründer*in sollte Expertise im angestrebten Bereich haben.
Schlussendlich geht es bei der Kreditbewilligung um die Wahrscheinlichkeit, dass der Kredit zurückgezahlt werden kann. Denn auch bei Förderkrediten bleibt die Rückzahlungspflicht beim Unternehmen.
Nicht notwendig, aber besser...
Auch wenn Eigenkapital nicht zwingend erforderlich ist, ist ein (zumindest kleiner) Eigenkapital-Anteil in der Realität doch nützlich. Er kann als Puffer für unvorhergesehene Kosten fungieren, signalisiert der Bank „Engagement“ und zwingt einen selbst zu mehr finanzieller Disziplin.
